Aktuelles / Dienstag, 13.02.2018

Trotz Protesten: Olivaer Platz wird jetzt umgebaut

Protest mit Plakaten und Trillerpfeifen: Die Bürgerinitiative Olivaer Platz protestiert gegen die Umgestaltung der Grünanlage. Foto: Carolin Brühl

Der Bezirk hat am Montag mit der Umgestaltung der Grünanlage auf dem Olivaer Platz begonnen. Die Bürgerinitiative will aber weiter am Status quo festhalten.

Von Carolin Brühl

Die Mitteilung des Bezirksamts kam unvermittelt: Erst am Freitagnachmittag teilte die Pressestelle lapidar mit: „Olivaer Platz – Baubeginn“. An diesem Montag, so hieß es weiter, sollte mit „Schnittarbeiten und vegetationssichernden Maßnahmen“ begonnen werden. Die vorhandenen Stauden würden fachgerecht aufgenommen und zur Wiederverwendung auf dem Gelände der Gärtnerei des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf eingeschlagen und zur Wiederverwendung gepflegt werden.

Bürgerinitiative beklagt „Nacht- und Nebelaktion“

Was eigentlich harmlos klingt, versetzte die Bürgerinitiative (BI) Olivaer Platz unverzüglich in Alarmbereitschaft. Angekündigt hatte der für die Grünflächen zuständige Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) das Vorhaben bereits im November letzten Jahres, doch für Raimund Fischer, den Sprecher der BI ist dies nur eine weitere „Nacht- und Nebelaktion“, mit der der Bezirk versuche, Mitwirkungsrechte der Bürger an einem neuen Bebauungsplan ins Leere laufen zu lassen.“ Trotz des frostigen Morgens hatten sich am Montag rund 30 BI-Mitglieder eingefunden, um gegen das Vorhaben zu protestieren.

Büsche und Sträucher abgeräumt

Allein – die Mitarbeiter einer vom Bezirk beauftragten Gartenbaufirma waren früher aufgestanden. Sie hatten Fakten geschaffen und an der Ecke der Grünanlage zur Konstanzer Straße bereits Büsche und Sträucher abgeräumt. „Was hier passiert, ist so, als wenn man zu faul ist seine Wohnung aufzuräumen und deshalb gleich das ganze Haus abreißt“, sagt Margit Mayer von der BI. Die Umgestaltung bringe den Platz zurück auf den Stand einer Fußgängerzone der 70er-Jahre.

„Hier ist Biomasse vernichtet worden, die sieben bis acht Jahre braucht, um nachzuwachsen“, sagt Raimund Fischer von der BI Olivaer Platz. Foto: Carolin Brühl

Die Bürgerinitiative fordert seit Jahren eine behutsame Erneuerung des Ist-Zustandes der Grünanlage sowie einen Erhalt der alten Bäume und Wegeführungen. Dafür hat sie bei einer Online-Petition im Herbst rund 5000 Stimmen gesammelt. Die rot-rot-grüne Mehrheit im Bezirk sowie der Förderkreis Neuer Olivaer Platz will aber den Platz nach Plänen der Landschaftsarchitekten Rehwaldt umgestalten. Im Zentrum der neuen Grünanlage liegt eine große Wiese statt verwinkelter Pergolen, Nischen und Hochbeete. Monika Schümer-Strucksberg vom Förderkreis sieht sich auch von Anwohnern bestätigt: „Mich haben viele Leute angesprochen, die einfach Angst haben, durch diesen uneinsehbaren Park zu gehen.“ Zudem, so die ehemaligen SPD-Bezirksverordnete, gebe es für die Umgestaltungspläne schon lange eine Mehrheit in der BVV.

Ausschnitt aus dem Konsensplan von 2016: Rechts der Parkplatz mit 60 Stellplätzen, links daneben der geplante Spielplatz. Simulation: Rehwaldt Landschaftsarchitekten (Dresden)

Schruoffeneger bestätigt, dass er nun wie im Herbst angekündigt mit der Umgestaltung der Grünanlage beginnen werde. „Wir werden aber den alten Plan, der noch die Fällung von 50 Prozent des Baumbestands vorsah, nicht zu 100 Prozent umsetzen. Es werden aber schon mehr, als die neun Bäume des ersten Baubschnitts sein, die gefällt werden müssen“, so der Stadtrat. Viele der alten Bäume seien krank und nicht mehr standsicher. Ein neuer Bebauungsplan wird dem Grünen-Politiker zufolge erst im Sommer ausgelegt. Der bezöge sich auch nur auf den Teil des Platzes, auf dem sich jetzt noch 120 Parkplätze befänden. 60 davon sollen einem neuen Spielplatz weichen, wofür es wegen der belebten Lietzenburger Straße derzeit noch Lärmschutzprobleme gebe. Die seien aber beispielsweise durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beheben, sagt Schruoffeneger.

Unterstützung von der Opposition

Unterstützung findet die Bürgerinitiative inzwischen bei der CDU- und der FDP-Fraktion im Bezirk. „Wir sind zwar für eine Umgestaltung, sie sollte aber verträglich für die Anwohner sein“, sagt der CDU-Verordnete Hans-Joachim Fenske.

Fordert eine Begehung des Bezirksamts mit der Bürgerinitiative: Hans-Joachim Fenske von der CDU-Fraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf. Foto: Carolin Brühl

Die FDP-Fraktion zeigt sich enttäuscht darüber, dass die Umgestaltung nicht verhindert werden konnte: „Bürgerbeteiligung darf auch nicht mit dem ersten Spatenstich enden“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Felix Recke. Die betroffenen Anwohner müssten über den aktuellen Stand des Verfahrens informiert werden und nicht so überraschend wie jetzt vom Umbaubeginn erfahren.

KOMMENTAR

 

Kommentare

  1. Endlich geht es los. Wie ein schöner Platz aussehen kann, zeigt das Beispiel Ludwig-Kirch-Platz nebenan. Offen, sonnendurchflutet und zum Verweilen einladend.

    Ein Anwohner, der sich auf die Neugestaltung freut.

  2. Sehe ich auch so, lange genug haben diese paar Leute den Umbau blockiert. Eine Frechheit.Da Stellt der sich neben das Gestrüpp und erzählt was von vernichteter Biomasse ?? Hat er sich den Platz mal angeschaut, der ganze Platz ist Biomasse für die Bio-Tonne. Wir wollen endlich einen schönen Platz. Der Entwurf sieht gut aus. Jetzt noch ein toller Spielplatz für die Familien und gut ist. Gewerbe hat ja ihren halben Parkplatz im Kompromiss erhalten. Irgendwo muss man auch mal einen Kompromiss machen. Eine Frechheit wie die 20-30 Herrschaften als „die Anwohner“ dargestellt werden. Die Anwohner die ich kenne wollen alle das es endlich los geht. Wenn man sich den Artikel durchliest, entgeht einem auch nicht der unterschwellige Ton der Verfasserin. Dazu noch ihren Kommentar in der Morgenpost, und man weiß das dieser Artikel alles andere als journalistisch neutral anzusehen ist. Wie kommen die Herrschaften auf eine „Nacht und Nebel“ Aktion, die Maßnahmen und Einrichtung der Baustelle war doch lange angekündigt. Hat sich sogar von November/Dezember auf Februar verzögert. Aber diese Art der „Skandalisierung“ betreiben die ja ständig. Endlich geht es los !!!

    • Sehr geehrter Herr Heldt,
      wir können nur wiedergeben, was wir sehen. Wir sehen Proteste von Anwohnner auf dem Platz, aber wir nehmen weder in den politischen Gremien des Bezirks, noch auf dem Platz bei diversen Anlässen Unterstützer des Projekts wahr. Ich gebe Ihnen aber recht, in der Regel äußert sich Protest immer eher gegen etwas als für etwas. Das ist schade, liegt aber wahrscheinlich in der Natur der Sache. Ich habe dennoch Frau Schümer-Strucksberg vom Förderverein für einen neuen Olivaer Platz zu Wort kommen lassen, als auch den Stadtrat verdeutlichen lassen, dass beim Umbau durchaus sensibel mit dem alten Baumbestand umgegangen wird, aber dennoch Bäume gefällt werden müssen. Ich habe aber neben den „Regierungsparteien“ im Bezirk auch die Opposition zu Wort kommen lassen. Insofern denke ich, dass der Artikel das Spektrum der Ansichten zu diesem Thema widerspiegelt. Ein Kommentar IST ein Meinungsstück.

  3. Sehr geehrter Herr Heldt,
    ich weiß nicht ob Sie Anwohner sind und wenn ja wie lange sie hier wohnen. Ich wohne seit 42 Jahren hier und die „Herrschaften“, denen Sie die Anwohnerschaft absprechen wollen wohnen hier ebenfalls mindestestens seit 10 Jahre.
    Die Bürgerinitiative hat sich seit 2012 mit allen Mitteln bemüht eine sanfte Sanierung druchzusetzten. Das hat Zeit gekostet und Mühe gemacht. Dieser Platz wurde in den 60. Jahren von Herrn Ebehard Fink, seines Zeichens Amtsleiter des Gartenbauamtes Wilmersdorf(von 1954 – 1961) angelegt. Er ist ein Kleinod mitten in der Stadt. Es entstand ein wunderschöner Stadtgarten, mit einer Viefalt von Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Der jetzt geplante Platz wird öde und „pflegeleicht“. Er wird dann ähnlich kahl aussehen wie z.B. der Lehniner Platz.
    Wenn Sie es vorziehen, keine Büsche gegen den stinkenden Verkehr zu haben und sie Kindern den Spielplatz, der jetzt an der Lietzenburger Straße geplant ist, zumuten wollen, dann bekommen Sie mit der neuen Planung was Sie sich wünschen.
    Ich wünsche mir keinen Kahlschlag, sondern einen Platz wo man gerne verweilen möchtet, was die Menschen, wie man jeden Tag sehen konnte, gerne getan haben. Die mangelnde Pflege jetzt schon über Jahre war Teil des Plans des Senats. Nun können sich alle „freuen“, endlich passiert etwas.

    Sie machen es sich zu leicht mit Ihrer Einschätzung des Artikels von Frau Brühl. Sie hat sich im Gegensatz zu Ihnen mit der Materie beschäftigt.Daher kann Sie auch differenziert auf alle Fakten eingehen, was ich bei Ihnen vermisse. Das macht ja auch mehr Mühe!!
    Ich denke auch Sie werden im Laufe der Umgestaltung noch erleben, daß es in dieser Angelegenheit nicht nur Schwarz und Weiß gibt.

    • Hallo Frau Wieyng, gerne gehe ich auf Ihre Äußerung ein. Ja, ich bin ebenfalls seit über 40 Jahren Anwohner. Wobei es eigentlich für mich unerheblich ist ob jemand 10,20 oder 30 Jahre hier wohnt.
      Ich habe auch niemanden die „Anwohnerschaft abgesprochen“, bitte nicht solche falschen Behauptungen aufstellen. Ich habe gesagt, ich finde es unmöglich, dass DIESE 20-30 Herrschaften (von mir aus auch Anwohner) als „die Anwohner“ bezeichnet werden. Es wird damit suggeriert das ALLE Anwohner deren Meinung sind. Und so ist es ja nicht.
      Zu den Artikeln von Frau Brühl kann sich ja jeder selbst seine Meinung machen.
      Sind ja für jeden öffentlich zugänglich. Vielleicht liege ich da auch falsch, ich habe jedenfalls das Gefühl das es eine gewisse Voreingenommenheit gibt. Insbesondere mit den entsprechenden Kommentaren ihrer seits. Aber wie gesagt, vielleicht liege ich da falsch, und da kann sich ja jeder selber sein Bild machen.
      Zum Kinderspielplatz, ist doch toll, endlich ein großer Spielplatz. Klingt natürlich immer schlecht und Böse wenn man schreibt an der Straße. Ja er dehnt sich aus bis zur Lietzenburger. Und nun ? Meinen sie 10 Meter nach rechts oder links macht irgendeinen Unterschied ? Was ist denn am Preußenpark , soll der wegen der Straße jetzt geschlossen werden ? Wir leben hier mitten in der City am Kudamm, ohjee. Ja, der Olli war mal schön, und nun haben wir 2018 und die Welt dreht sich weiter.
      ..ach ja, natürlich haben alle kritischen Stimmen keine Ahnung und sich nicht damit beschäftigt. Ich denke damit machen sie es sich auch etwas zu einfach. Es gibt halt auch Leute die mit einer Liegewiese zum sonnen, Picknick Fußballspielen usw… mehr anfangen können, als mit dem Gestrüpp in den Hochbeeten. Manche wollen halt den Parkplatz und manche nicht. Manche finden den Lehniner Platz schöner als vorher, manche hätten sich aber auch mehr gewünscht.
      Politik muss halt in ihrem finanziellen Rahmen Kompromisse eingehen und für jeden was dabei haben. .
      Aber ich muss ihn recht geben, endlich passiert was !

  4. Auch gut, dass sich zumindest 2 Menschen über den Umbau freuen. Der Platz ist jetzt schon durch die Kahlschlagsanierung sonnendurchflutet und hat einen phantastischen Blick auf die Lietzenburger und die Konstanzer Straße. Sehr einladend und sehr ruhig. Eine erster Eindruck wie es dann in Zukunft aussehen wird. Das nur einige Wenige den Umbau wollen und die Mehrheit gegen die Planung ist, wollen die beiden Herren offensichtlich nicht wahrhaben. Wenn der Entwurf von Rehwaldt so überzeugend war, warum wurde nicht schon seit 10 Jahren umgebaut? Haben 30 Leute tatsächlich solch einen Einfluss gehabt. Und waren haben die vielen, vielen Umbaubefürworter sich nicht für den Beginn der Arbeiten ins „Zeug“ gelegt. Aber das schreiben Sie sich beim nächsten Mal.

  5. Ursprünglich war der Platz ein gelungenes Ensemble. Aber es waren andere Zeiten und die Gesellschaft tickte anders. Die negativen Veränderungen konnte man Jahr für Jahr verfolgen. Trotz aller Mühen der Menschen die dort versuchten den Park sauber zu halten und zu pflegen, ging das Resultat fast gegen null! Von der steigenden Unsicherheit den Platz bei Dunkelheit zu benutzen gar nicht zu reden. Die „lauschigen“ Ecken wurden als öffentliche Toiletten benutzt, als Schlafplätze und der eine oder andere konsumierte hier ziemlich ungestört Drogen jeglicher Art.
    Ich freue mich auf die Neugestaltung und bin überzeugt, dass der Olivaer Platz damit wieder ein Platz zum Verweilen wird.
    Den Miesepetern, die die Neugestaltung schlecht reden und dagegen so vehement protestieren, steht es ja frei, den Platz zukünftig zu meiden!

    • Wieso Miesepeter? Wir geben der Natur eine Stimme, Sie leider nicht. Alles was alt ist muss Platz machen? Tolle Einstellung, die möchte ich nicht teilen. Der Bezirk hat den Platz verkommen lassen und will jetzt eine Neugestaltung. Drogenprobleme am Platz kenne ich nicht. Gewalt oder Übergriffe gab es auch nicht. Von welchem Platz reden Sie? Wege sanieren, Bäume beschneiden, Stadtmöbel austauschen, Spielplatz sanieren, Müllbehälter verschließen u. a. dafür stehen wir unter Berücksichtigung der vorhandenen Natur. R2G macht es sich einfach, Bundes- und Landesgelder für eine Totalsanierung verschwenden, dass hätten wir günstiger haben können. Sind ja schließlich unsere Steuergelder, die hier zum Fenster rausgeworfen werden. Ich finde den neuen Entwurf sehr kahl, sehr einfältig und nicht aufwertend. Die Aufenthaltsqualität wird sinken und der Platz wird auch in Zukunft nicht gepflegt, weil wenn jetzt kein Geld dafür da ist, wo soll es in Zukunft herkommen? Es wird ein lauter, kahler Platz mit wenig Aufenthaltsqualität werden. Ich setze mich weiterhin gegen die Umgestaltung ein.
      Monika Trieselmann

  6. Den Anstoß für einen Umbau hatte ja die Initiative „Olivaer Platz“ gemacht, und nicht „Retten wir den Olivaer Platz“ . Ihre Initiative zeichnet sich da eher als Verhinderer aus.
    Sagen sie nicht immer, sie waren am runden Tisch nicht beteiligt ? Nach dieser Schlussfolgerung haben sie also auch nicht so viel beigetragen.

    Wenn man so durch die Foren schaut melden sich mittlerweile auch immer mehr zu Wort, die genug haben von Ihre Totalverweigerung zu Gunsten des Parkplatzes und der Gassigänger . Ich verstehe, dass es schwierig ist alle unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bekommen, dafür ist Politik da. Aber man muss halt hinnehmen , dass es immer Menschen gibt, die dazu nicht in der Lage sind.
    Sie sprechen bei weitem nicht für die Mehrheit. Ich frage mich immer wieder wie sie darauf kommen. Wie viele Anwohner befinden sich im Einzugsbereich des Platzes ?
    Können sie mir diese Frage beantworten ?
    Ich habe gerade mal geschaut, der Olivaer Platz befindet sich im Wahlkreis 4 mit ca. 32.000 Wahlberechtigen (also nur Wahlberechtigte, es wohnen ja weitaus mehr hier).
    Sicherlich unterstützen sie auch viele, aber mit einer Mehrheit hat das nichts zu tun.
    Aussagekräftige Mehrheiten werden bei Wahlen entschieden und diese gewählte Mehrheit unterstützt seit über 10 Jahren den Umbau. Daher kann ich nicht erkennen, dass der Umbau an der Bevölkerung vorbei geht.
    Alle die ich kenne freuen sich auf einen neuen Platz.
    Der Parkplatz bleibt zur Hälfte erhalten. Ladestation und Multifunktionfläche. Es gibt neue Wege, Bänke, Stadtmöbel…usw, Barrierefreiheit, ein großer Spielplatz, eine große Liegewiese die auch im Sommer wieder für Familien nutzbar ist. Der Eingangsbereich mit der Pergola bleibt erhalten.
    Die Ecken in denen sich die zwielichtigen Gestalten aufhalten verschwinden endlich.
    Zum Glück geht es jetzt los. Daher danke an alle die konstruktiv daran beteiligt waren für uns Anwohner einen schönen, neuen Platz zu gestalten.

  7. Sehr geehrte Frau Trieselmann,
    ich wohne seit 1954 am Olivaer Platz, genug Zeit um zumindest aus eigener Erfahrung berichten zu können. Ob es nun passt oder nicht, es gab eine demokratische Entscheidung. Eine Minderheit hat hier wohl Schwierigkeiten das zu akzeptieren. Ich möchte hier keine Kriminalstatistiken aufführen, aber ich wundere mich schon, dass Ihnen wohl so einiges nicht geläufig ist! Es geht hier um ein Konzept der Umgestaltung, das von einer Mehrheit getragen wird. Das ist mehr als demokratisch! Was nicht passt, soll wohl von den Gegnern passend gemacht werden. Das ist definitiv nicht demokratisch!

  8. Ein paar Richtigstellungen: den Anstoß zur Umgestaltung gab die SPD Wilmersdorf /Nord aus der dann der Förderkreis Neuer Olivaer Platz hervor ging. Keine Bürgerinitiative, die hier einen tollen neuen Platz wollte, das ist ein Unterschied.
    Auch bei 32.000 Wahlberechtigten im Bezirk heißt es ja noch nicht, dass die Mehrheit den Beschluss trägt.
    Wir haben eine Petition gegen den Umbau eingereicht mit insgesamt über 1.800 Stimmen, wir haben einen Einwohnerantrag eingereicht in dem sich über 2.300 Anwohner gegen die Umgestaltung ausgesprochen haben. Am runden Tisch konnte kein Kompromiss erzielt werden, er war zu 80 % mit Umbaubefürwortern besetzt. Wir haben eine Online-Petition mit über 4.800 Stimmen gesammelt, zum Vergleich der Förderkreis hat um die 670 Stimmen erhalten. Von welchen Mehrheiten reden Sie eigentlich, wenn Sie von Anwohnern sprechen die den Umbau wollen. Sie reden von der R2G Zählgemeinschaft, die in der BVV die Mehrheit hat, und damit jede Eingabe gegen den Umbau niederschmettert. Ich wohne seit 20 Jahren 10 m vom Platz entfernt und kann gut einschätzen was hier passiert. Und den Begriff Kriminalstatistik für den Olivaer Platz anzuwenden ist wohl ein bisschen hoch gegriffen, da taucht der Olivaer Platz nicht auf.

    • Hallo Frau Trieselmann,
      das wundert mich dann schon, dass sie nicht sehen was dort geschieht. Zeigt mir aber wie ungeeignet sie sind. Nicht nur einmal habe ich Spritzen gefunden. Auch den Drogenhandel in der Ecke hinter dem ehemaligen Taxistand und bei den Schachtischen haben sie nie bemerkt? Zwielichtige Gestalten die ihre Nächte auf den Bänken verbringen ?
      Naja, manche wollen auch nichts sehen.
      Ich denke schon, dass das neue Konzept dem entgegenwirken wird.
      Und ja, er wird pflegeleichter sein und kann dann vielleicht auch eher mit den vorhandenen Mitteln gepflegt werden.
      Aber aus ihrer Sicht, haben ja alle Beteiligten aus Anwohner, Politik, Ag-City und IHK ja keine Ahnung. Find ich eher befremdlich dieses Art und Weise. Vertreter des Gewerbes waren ja auch gegen die Streichung der Parkplätze, waren aber in der Lage am runden Tisch einen Kompromiss zu finden. So funktioniert es halt wenn man Politik für alle macht.Aber das meinte ich ja damit, sie haben nicht wirklich viel beigetragen, außer dagegen zu sein.
      Bei ihren Zahlen haben sie noch eine vergessen oder bewusst unterschlagen. Nach dem Kompromiss gab es eine 2. Auslegung der Pläne und die hier wirklich wohnenden, betroffenen Anwohner wurden erneut aufgerufen sich äußern. (das ist ja bei online Petitionen leider nicht so, ich wusste nicht mal dass es eine gab) Und wieviel Einwände gab es dann noch ??? Nur noch ca. 300. Anscheinend fanden viele den Kompromiss sehr gut. Sie versuchen Mehrheiten zu suggerieren die es nicht gibt.
      Ach Ihre Zahlenspielerei ist lächerlich.
      In Bezug auf die Anzahl der hier lebenden Anwohner erst recht.
      Und ja, die gewählten Mehrheiten in der BVV sind seit über 10 Jahren an der Umgestaltung beteiligt und erhalten anscheinend immer wieder die Mehrheit.
      Demokratie ist schon ne doofe Sache manchmal.
      Aber diese Diskussion führt uns nicht weiter.
      Ich wünsche ihnen noch eine schöne Zeit und bin froh, dass es endlich los geht.
      (Wie auch viele andere.)
      Danke an alle die konstruktiv beteiligt waren.

  9. Da kann ich Ihnen nur beipfichten, ich hoffe auch das die gestalten dann verschwinden und der Platz wieder nutzbar für Familien ist. Ich finde die gefundene Lösung auch gut. Schön das der Umbau endlich los geht.
    LG Marie Wagner

  10. Ja Herr Heldt, ich finde auch wir sollten die Diskussion hier beenden, zumal Sie ja auch versuchen beleidigend zu werden: „Miesepeter oder „sie sind ungeeignet“, was immer das heißen mag. Jedem seine Meinung und jedem seinen Platz, und Sie werden ihren Platz erhalten: einen kahlen, nach allen Hauptverkehrsstraßen offenen und monoton angelegten neuen Platz anstelle eines Parks, leider auch von meinen Steuergeldern kaputtsaniert.
    Die Abwägung der letzten Stellungnahmen wurde nicht vorgenommen, 680 Stellungnahmen gegen den Umbau, 300 pro Umbau. Ich habe keine Antwort erhalten – bis heute nicht, denn eine Auswertung gab es nicht. Wir könnten endlos weiterschreiben, bringt aber wirklich nichts.

  11. Liebe Leser und Diskutanten,
    ich werde diese Diskussion hier jetzt auch beenden. Ich denke, beide Seiten habe Ihre Standpunkte noch einmal dargelegt. Das Bezirksamt und die gewählten Vertreter in der Bezirksverordnetenversammlung haben das Wort, so ist das nun einmal in einer Demokratie.

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