Aktuelles / Montag, 19.06.2017

Pangea-Haus präsentiert sich bei Fête de la Musique

Pangea-Haus-Vorstandsmitglied Birgit Klick und Hartmut Schulze vom Bildungs-Werk in Kreuzberg (BWK) sorgen für fachliche und sprachliche Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund. Foto: Katja Wallrafen

Dieses Jahr beteiligt sich erstmals auch das Pangea-Haus bei der Fête de la Musique. Insgesamt ist Charlottenburg-Wilmersdorf mit zehn Standorten dabei.

Von Katja Wallrafen

„Für uns ist das eine Chance, unsere Nachbarn noch besser kennenzulernen. Beziehungsweise den Leuten hier Kiez die Gelegenheit zu geben, sich ein Bild von den Menschen zu machen, die hier im Pangea-Haus lernen und arbeiten. Wir öffnen unsere Türen, laden ein in den Garten und freuen uns auf das Miteinander“, sagt Adrian Garcia-Landa, der sich beim Kiezradio Kiez FM e.V. und im Vorstand des Pangea-Hauses e.V. engagiert.  Das interkulturelle Zentrum bringt Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturkreisen zusammen – zum gemeinsamen Lernen, zum Gedankenaustausch und natürlich auch zum Feiern. Benannt nach dem Urkontinent Pangea, in dem alle heutigen Erdteile noch vereint waren, arbeiten an der Trautenaustraße 5  gemeinnützige Vereine, private und institutionelle Bildungsträger aus den unterschiedlichsten Ländern: So ist unter anderem die Iranische Gemeinde in Deutschland dort aktiv, der Verband der griechischen Gemeinde oder auch der Zentralrat der Serben in Deutschland. Vor sieben Jahren hat sich der Verein Pangea-Haus e.V. gegründet. „Mit dem Tag der offenen Tür laden wir vor allem auch unsere Nachbarn im Kiez dazu ein, bei uns hinter die Kulissen zu schauen“, sagt Milan Cobanov von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV).

Deutsch-spanische Kinderband zum Auftakt

Erstmals engagieren sich die Aktiven im Pangea-Haus bei der Fête de la Musique, laden am 21. Juni zum musikalischen Sommeranfang ein. Organisationen aus dem Pangea-Haus werden an Informationsständen im Haus und im Hofgarten einen Einblick in ihre konkrete Arbeit geben. Die Bundestagskandidaten aller Parteien  sind eingeladen, Tim Renner (SPD) hat bereits sein Kommen signalisiert. Vor dem Haus steht dann eine Bühne, auf der zu Beginn des musikalischen Nachmittags die Kinderband der deutsch-spanischen Kita Aventura temperamentvoll einstimmt. Das Duett „Lastivka“ lässt wehmütige und heitere Volkslieder aus der Ukraine erklingen. Weiter geht es mit traditioneller iranischer Musik, auf den Instrumenten Tonbak und Santur spielen Majid Saeedi und Kaveh Formani. „Yulu“ präsentieren im Anschluss mittelamerikanische Folklore mit Gitarre, Perkussion und Bass. Abgelöst werden sie von Akkordeonklängen, denn dann heißt es „Gipsy and Balkan“. Martin Reinfeldt singt englisch-deutsche Folksongs und Top-Act ist um 20 Uhr das „Ansan Ensemble“, das „Fusion Music“ verspricht.

Milan Cobanov von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV) lädt alle Nachbarn herzlich ein, einmal vorbeizuschauen. Foto: Katja Wallrafen

Musiker und Bands an zehn Orten in Charlottenburg-Wilmersdorf 

Die Fête de la Musique verzeichnet in diesem Jahr eine Rekord-Beteiligung. 116 open air- und indoor-Standorte sind am 21. Juni in allen zwölf Berliner Bezirken angemeldet. Hinzu kommen spontane  Musikeinlagen. Um 22 Uhr enden die Auftritte unter freiem Himmel, weitergefeiert wird an 27 Fête de la Nuit-Standorten in geschlossenen Räumen. Neun weitere Angebote gibt es in  Charlottenburg-Wilmersdorf: Das ART Stalker, Kaiser-Friedrich-Str. 67, lädt ab 17.30 Uhr mit  „Gipfeltreffen“ zu Alternative Rock und unter anderem ab 20.30 Uhr mit „DroPeD“ zu härteren Metal-Klängen, bevor um 21.30 Uhr „Nervous Germans“ klassische Rockmusik bieten. Im Café Brel, Savignyplatz 1, ist ab 17 Uhr Beat, Blues, Chanson und Rock zu hören. Das Café Theater Schalotte, Behaimstr. 22, legt ab 17 Uhr einen Schwerpunkt auf Singer Songwriter, Folkpop und Indie-Musik. Im Joseph-Joachim-Konzertsaal der UdK Berlin, Bundesallee 1-12, stehen ab 17.00 Uhr junge Solisten des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste Berlin im Alter von 10 bis 18 Jahren auf der Bühne und spielen Werke von der Klassik bis zur Moderne.

Nehring-Grundschule präsentiert Ukulele und Rap

Wayne Grajeda lässt ab 16 Uhr amerikanische Westküsten-Klänge auf der Korsobühne, Südwestkorso 20, Uhr ertönen, gefolgt von Gerhild and Friends, die mit Chansons erfreuen.  Um 20.45 Uhr liefern „The Corvettes“ dem tanzwilligen Publikum Twist sowie Rock´n´Roll. Am  Mierendorffplatz geht es um 16.00 Uhr los mit „Schillers Handschuh“, einer Schülerperformance.  Kiez Klezmer erklingt um 17 Uhr, Olaf Maske & die Spontanitäter haben Rock und Folk im Gepäck. Mit Popmusik geht es los um 16 Uhr an der  Nehring-Grundschule, Nehringstr. 9. Die Ukulele AG stellt ihr Können vor, ebenso wie die Band AG Jül G, später dann rappt die Schulband. In der Spirale, Westfälische Str. 16a, ertönt es Rock, Hip Hop, Chansonpop und um 20.30 Uhr Dracula-Folk-Pop mit Dino Joubert.