Aktuelles / Freitag, 09.02.2018

Das Nachbarschaftshaus
wird umgebaut

Zum Jahreswechsel musste der alte Träger ausziehen. Wer das Haus in der Herbartstraße in Zukunft übernimmt, bleibt weiter ungewiss. Foto: Philipp Siebert

Jetzt im Februar sollen die Sanierungsarbeiten im Nachbarschaftshaus starten. Ein neuer Träger könnte vielleicht schon bis zum Sommer gefunden werden.

Von Philipp Siebert

Der bisherige Trägerverein „Nachbarschaftshaus am Lietzensee“ hat das Gebäude in der Herbartstraße 25 am 12. Januar an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übergeben. Nach einer erfolgten ersten Baubesprechung würden die Sanierungsarbeiten im Februar starten, sagte der Leiter der Planungs- und Koordinierungsstelle für Gesundheit und Soziales, Peter Laase, auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Bezirksverordnetenversammlung. Demnach sollen Stränge saniert und das Fundament nach außen abgedichtet werden. Ob noch mehr zu tun ist, werde sich währenddessen zeigen. Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass die Sanierung im August oder September abgeschlossen ist.

Engelmann weiter für beschränkte Ausschreibung

Im Anschluss an die Sanierung soll ein neuer Träger das Haus übernehmen. Offen bleibt weiterhin, wer das sein wird, und wie er gefunden werden soll. Engelmanns Wunsch, die Wilmersdorfer Seniorenstiftung einziehen zu lassen, war am Widerstand der Bezirksverordneten gescheitert. Sie verlangen mit breiter Mehrheit, dass das Bezirksamt eine öffentliche Ausschreibung durchführt. Engelmann hingegen präferiert eine beschränkte Ausschreibung, „weil man dabei auf versierte und erfahrene Träger zugehen kann“. Das würde deutlich schneller gehen, weil das Bezirksamt eine Vorauswahl trifft.

Engelmann hat außerdem einen Zeitplan für das weitere Verfahren skizziert. Im März will er den Text der (öffentlichen oder beschränkten) Ausschreibung dem Sozialausschuss vorstellen. Im April soll er dann veröffentlicht werden. Eine Auswertung der eingegangenen Gebote soll im Mai erfolgen und eine Entscheidung möglicherweise noch vor der Sommerpause.

Wie bisher soll es an der Herbartstraße ein Angebot für alle Generationen geben. Gleichsam soll die Seniorenarbeit mehr in den Fokus gerückt werden. „Wir werden den breiteren Ansatz weiter verfolgen, müssen aber den demografischen Wandel im Bezirk im Blick haben“, so Laase. Im Vorfeld hatte es einen langen Streit zwischen dem Bezirksamt und dem bisherigen Träger gegeben.

 

Kommentare

  1. Aus dem Amtsblatt von Berlin, Nr. 5 , vom 2. Februar 2018 ist ein Gläubigeraufruf des Amtsgerichts Charlottenburg zu entnehmen. Danach hat sich der im Vereinsregister eingetragene Verein ‚Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V.‘ bereits durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 23. November 2017 zum 31. Dezember 2017 aufgelöst. Den bezirklichen Gremien in Charlottenburg-Wilmersdorf wird dies sicherlich bekannt gewesen sein. Die Debatte über die Nutzung des Hauses in der Herbartstraße 25 könnte neu zu führen sein.

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