Aktuelles / Donnerstag, 23.11.2017

Neuer Club in der City West:
Das 808 im Bikini-Haus

Letzte Vorbereitungen: Der Club „808“ eröffnet am Freitag. Foto: Maurizio Gambarini

Das Bikini-Haus wird langsam auch nachts zur angesagten Location für die City West. Nach der Monkey-Bar im Dach, eröffnet nun der Club 808 im Basement.

Von Carolin Brühl

Vor eine Woche ist sie Mutter geworden, doch den letzten Schliff für ihr zweites „Baby“, das am Freitag das Licht der Welt erblicken soll, will sich Laura Rave trotzdem nicht nehmen lassen. Die Architektin ist auch die „Mutter“ des neuen Clubs  „Eight oh Eight“ oder schlicht „808“ neben dem „25hours Hotel“ an der Budapester Straße 38-40. Am Freitag eröffnet er offiziell um 22 Uhr. Noch ist die Location eher eine Baustelle, doch Laura Rave ist zuversichtlich, dass bis zur Premierenfeier am Donnerstag alles pünktlich fertig wird. Doch auch Behnam Mashoufi, einer der vier Betreiber ist ruhig. Er glaubt an seinen neuen Club in der City West: „Ich bin ja selber in Charlottenburg aufgewachsen und immer gern hier ausgegangen“, sagt Mashoufi. „In der Clubszene in der City West ist noch viel Luft nach oben“, glaubt er.

Pink, schwarz und dunkelblau

Laura Rave beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit atmosphärisch-visueller Architektur im Gastronomiebereich und hat auch Clubs wie das „Cookies“ in Berlin und das „Jack Rabbit“ in München entworfen. In dem ehemals schmucklosen Lagerraum im Basement des Bikini-Komplexes hat sie einen Club erschaffen, der wie sie sagt, „stimmig ist und auch eine gewisse Intimität ausstrahlen“ soll. Auffällig sind pinkfarbene Leuchtkreuze in Neon-Pink an der Decke und gemütliche dunkelblaue Samtsofas in Gruppen um eine Tanzfläche verteilt. Getanzt werden kann und soll aber überall, sagt Rave und deutet auf Stufen entlang der Wand und auch auf zwischen Zwischenräume zwischen den Sitzmöglichkeiten.  An den Wänden glänzen lackierte Kalksandsteine, die eigens aus Amsterdam nach Berlin geschafft worden sind, „weil dort auch die Häuser immer so schön glänzen“, sagt Rave. Das Schwarz bildet den Hintergrund für schimmernd rosa lackierte Gitter und die dunkelblauen Loungemöbel. Neonelemente ziehen sich durch das gesamte Konzept und ergänzen variable Lichtinstallationen, die sich alle einzeln ansteuern lassen. „Alles wurde hier eigens für den Club kreiert, da ist nichts von der Stange“, sagt sie.

Etwas Frisches für den Westen

Hinter dem Projekt stehen neben Behnam Mashoufi und Babak Tajbakhsh, Macher des „Tube Station“ Clubs in Mitte, auch Stephan Gerhard, Mitgründer der 25hours Gruppe und sein Sohn Valentin. „Wir wollten etwas Frisches in den Westen schaffen“, sagt Mashoufi, „und den Spagat wagen zwischen hochwertigen Drinks und Cocktails und gemütlichem Sitzen in so einem interessanten Ambiente.“

500 Quadratmeter groß, teilt sich das „808“ in einen Bar- und Clubbereich, der durch ein Rolltor mit rosa getönten Glasscheiben geteilt werden kann. „Wer früh ins „808“ kommt, findet sich erst einmal in einer gemütlichen Bar-Atmosphäre wieder“, sagt Mashoufi. Erst später, wenn es voller werde, werde dann das durchsichtige Rolltor in den zweiten Teil des Club geöffnet. Der Club soll künftig auch auch für Konzerte oder Corporate Events zur Verfügung stehen.

Information

Öffnungszeiten sind nach der Eröffnung Donnerstag, ab 20 Uhr, Freitag und Sonnabend ab 21 Uhr.