Aktuelles / Donnerstag, 23.02.2017

Karstadt-Aktion beschert
Müttern 80.000 Euro

Gemeinsam für Mütter: (v.l.) Janett Röthig (Kurberaterin beim AWO Gesundheitservice Berlin), Sabine Gladasch (Leiterin Karstadt Kudamm), Nadine Schmidt (Leiterin Karstadt Spandau), Andreas Franck (stellv. Geschäftsführer des AWO Gesundheitsservice Berlin), Anne Schilling (Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks), Sarah Mathwig (Kurberaterin DRK Reinickendorf-Wittenau), Norbert Teuscher (Referent Kinder- und Jugendhilfe beim DRK), Andreas Joslyn (Leiter Karstadt Hermannplatz), Maria Peters (Kurberaterin, Deutscher Familienverband Berlin) und Martin Leinweber (Geschäftsführer Deutscher Familienverband Berlin). Foto: Carolin Brühl

Das ganze Jahr 2016 haben die Karstadt-Filialen Kudamm, Hermannplatz und Spandau Geld für erschöpfte Mütter gesammelt. Herausgekommen ist eine stattliche Summe.

Von Carolin Brühl

Ein Jahr lang haben drei Berliner Karstadt Filialen unter dem Motto „Mama ist die Beste“ gesammelt und dann die Summe noch einmal verdoppelt. Herausgekommen sind dabei jetzt stattliche 80.909,32 Euro. Am Donnerstag übergaben die Filialleiter Sabine Gladasch (Kudamm), Nadine Schmidt (Spandau) und Andreas Joslyn (Hermannplatz) einen Scheck an Anne Schilling, die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks.

Ein Cent für jeden Verkaufsbon

Anlässlich des 135. Unternehmensjubiläums spendete Karstadt 2016 für jeden Verkaufsbon, der seit dem 19. Dezember 2015 in den drei Filialen generiert wurde, einen Cent an das Müttergenesungswerk. Am Ende der Aktion wurde der erzielte Betrag von Karstadt verdoppelt. Um den Kunden ebenfalls die Unterstützung des guten Zwecks zu ermöglichen wurden zusätzlich Spendenboxen an den Kassen platziert. „Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und werden auch im kommenden Jahr wieder für die Organisation Geld sammeln“, erklärten die drei Filialgeschäftsführer.

Erwartungen an Mütter steigen

„Die Beratungsnachfrage wächst stetig“, sagte Anne Schilling. Die Spenden von Karstadt würden erschöpften Müttern in Berlin zugute kommen, die sich hilfesuchend an das Müttergenesungswerk wenden und die eine Mutter-Kind-Kur oder eine Mutterkur benötigen, um Kraft für den Alltag zu tanken. Die Erwartungen an Mütter seien heute deutlich höher als früher. Diese Erwartungen haben Frauen verinnerlicht. „Die Frau von heute geht selbstverständlich arbeiten, aber zugleich soll und will sie eine gute Mutter sein.“ Neben der Beratungsarbeit unterstützt das Müttergenesungswerk auch Frauen, die finanzielle Hilfe benötigen, um einen Kur wahrnehmen zu können. „Manchmal fehlt einfach nur ein Koffer, das Geld für den Zug oder ein bisschen Taschengeld“, sagte Schilling. Vergeben wird das Geld aus der Karstadt-Spende nach einer Bedürftigkeitsermittlung von den Beratungsstellen des AWO Gesundheitsservice Berlin, des Deutschen Familienverbands Berlin und vom DRK-Kreisverband Reinickendorf-Wittenau.