Aktuelles / Samstag, 25.11.2017

Es tut sich was am
U-Bahnhof Bismarckstraße

Grüne Fliesen auf beiden Ebenen - die Hintergleiswände sind nun einheitlich gestaltet. Foto: Matthias Vogel

Die Renovierung der Hintergleiswände am U-Bahnhof Bismarckstraße durch die BVG liegt in den letzten Zügen. Ende November wird die letzte Fliese verklebt.

Von Matthias Vogel

Der Start in den Tag könnte optisch angenehmer beginnen. Wer auf dem Weg zur Arbeit an der Bismarckstraße zu den Stopps der U2 oder U7 in den Untergrund steigt, den begleiten unvollständig verkleidete Wände, Kabelsalat an der Decke, Absperrgitter und jede Menge Staub und Dreck. Doch schockieren dürfte das Baustellen-Outfit dieses wichtige Drehkreuzes des öffentlichen Nahverkehrs in der City West niemanden mehr. Die insgesamt 12,5 Millionen teure Grundsanierung des Bahnhofs an der Ecke Bismarckstraße und Wilmersdorfer Straße dauert bereits länger als zwei Jahre.

Nur in der Sperrzeit wird gearbeitet

Das hat zwei wesentliche Gründe. Zum einen wird nur in der nächtlichen Betriebspause des Fahrplans gearbeitet – also nur drei bis vier Stunden täglich. „Die Alternative wäre gewesen, den Bahnhof für ein Jahr lang komplett zu schließen“, sagt BVG-Pressesprecher Markus Falkner. Zum anderen mussten in der Vergangenheit unliebsame Überraschungen verarbeitet werden. Nach der Demontage des alten Verkleidungsmaterials – aus brandschutztechnischen Gründen erforderlich – entdeckten die Fachleute beispielsweise ein Leck in der Betondecke, das zunächst abgedichtet werden musste. Dadurch geriet das Projekt monatelang in Verzug.

Schon der Zustand des U-Bahnhof-Schildes an der Bismarckstraße verrät: Hier muss renoviert werden. Foto: Matthias Vogel

Doch langsam lichtet sich die staubverhängte Luft. Gerade wurde die dritte und damit letzte Phase der Hintergleiswandverkleidung auf der Etage der U7 gestartet. An einigen Stellen fehlen noch die bereits auf der U2-Ebene verwendeten grünen Fliesen und der wiederkehrende Name der Haltestelle an den Wänden, aber man kann sich schon vorstellen, wie es Ende November aussehen wird. Bis dahin hält die BVG während der nächtlichen Bauphasen den Pendelbetrieb im 20-Minuten-Takt zwischen den U-Bahnhöfen Richard-Wagner-Platz und Fehrbelliner Platz, von Sonntag bis Donnerstag und jeweils von 22 Uhr bis Betriebsschluss aufrecht. Bezüglich der gesamten Sanierung des wichtigen Umsteigebahnhofs müssen sich die Passagiere noch länger gedulden. „2019 wollen wir fertig werden“, sagt Falkner. „Aber wir liegen gut im Zeitplan.“

Nicht etwa Kunst am Bau, sondern einfach nur unfertig: die Wände an der Treppe ins Freie. Foto: Matthias Vogel