Aktuelles / Donnerstag, 07.09.2017

Das U-Bahn-Museum feiert
seinen 20. Geburtstag

Der U-Bahnhof Olympia-Stadion ist eine Station der Linie U2 der Berliner U-Bahn. Er liegt im Ortsteil Westend von Berlin und beherbergt auch das U-Bahn-Museum. Foto: pa/dpa/Manfred Krause

Rückblick in die Zeit, als die Schaffner die Tickets noch mit Lochzangen abknipsten, gefällig? Das U-Bahn-Museum in Charlottenburg feiert ein rundes Jubiläum.

Ein Berliner Original feiert Geburtstag: Am Sonnabend, 9. September, begeht das U-Bahnmuseum sein 20-jähriges Jubiläum. Bei freiem Eintritt können die Besucher eigene Erinnerungen aus der Berliner U-Bahn-Geschichte auffrischen oder neue Entdeckungen machen. Geöffnet ist das Museum von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr. Der Eingang befindet sich direkt in der Empfangshalle am U-Bahnhof Olympia-Stadion (U2). Das Museum wird von der Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V. betreut.

Lochzangen der Schaffner im U-Bahn-Museum in Berlin. Früher wurden Karten noch per Hand gelocht. Foto: pa/dpa/Philipp Brandstädter

Auch ein detailgetreues Modell von „Bärlinde“ ist zu sehen

Am 13. September 1997, ebenfalls ein Sonnabend, wurde aus dem historischen Hebelstellwerk im U-Bahnhof Olympia-Stadion ein Museum. Die Gründer Ernst Neumann und Klaus Siepert hatten viele Exponate aus der Geschichte der Berliner U-Bahn zusammengetragen und konnten sie nun im passenden Rahmen der Öffentlichkeit präsentieren. Mit der Weiterentwicklung der U-Bahn wuchs auch die Sammlung. Als neuestes Museumsstück kann jetzt erstmals ein detailgetreues Modell der Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ gezeigt werden. Mit dieser hatten die U-Bahn-Bauer die Tunnel für den „Lückenschluss U5“ zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor hergestellt.

Abfertigungskellen von historischen Ereignissen, unter anderem von der Einweihung der U55, hängen an einer Wand im U-Bahn Museum. Foto: pa/dpa/Gregor Fischer

Aber nicht nur im Museum geht es historisch zu. Am Bahnsteig des U-Bahnhofs kann ein Zug der Baureihe A1, in Dienst gestellt in den Jahren 1924 bis 1926, besichtigt werden. Diese Züge prägten für lange Zeit das Bild auf den heutigen Linien U1 bis U4. Wer möchte, kann sich an einer Fotobox vor dem Zug ablichten lassen, ergänzt mit stilechten Kleidungsstücken. Für die jüngsten Gäste gibt es in der Bahnhofshalle zudem ein Kinderprogramm mit Schminken, Ballonkünstlern und U-Bahnbasteln. Und natürlich gehört auch ein Imbiss- und Getränkeangebot zu einem Jubiläum.

Offene Türen auch bei der Straßenbahn in Köpenick

Übrigens: Auch auf der anderen Seite der Stadt kann man am 9. September 2017 Nahverkehrsgeschichte hautnah erleben. Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals lädt die BVG auf den Straßenbahnbetriebshof Köpenick in der Wendenschloßstraße 138. Zwischen 11 bis 18 Uhr gibt es dort Führungen über den denkmalgeschützten Straßenbahnhof sowie eine Ausstellung historischer Fahrzeuge. Auch hier ist der Eintritt frei, lediglich für die angebotenen Fahrten mit historischen Bahnen muss ein Sonderfahrschein gelöst werden.