Aktuelles / Sonntag, 14.05.2017

Bezirk will Wohlfühloasen
für Bienen anlegen

Eine Biene sammelt Nektar an einem Krokus. Foto: pa/dpa

Nicht nur für Menschen, auch für Bienen soll das Leben in der City West attraktiver werden. Charlottenburg-Wilmersdorf will den Insekten bessere Nahrungsangebote machen.

Charlottenburg Wilmersdorf hat sich die Erhaltung der biologischen Vielfalt für nachfolgende Generationen zum Ziel gesetzt. Eine Schlüsselfunktion haben Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) zufolge dabei bestäubende Insekten wie wilde Bienen. Für die Verbesserung der Lebensräume seien Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten und ein ausreichendes Nahrungsangebot an blühenden Pflanzen erforderlich.

Nahrungsangebote für wilde Bienen

Dass Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf plant Schruoffeneger zufolge deshalb gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Deutschen Wildtierstiftung ein Projekt zu Förderung von wilden Bienen. Auf sieben ausgewählten öffentlichen Flächen sollen Nahrungsangebote und Lebensräume für diese Insekten geschaffen oder verbessert werden. Die Kooperationsvereinbarung für dieses Projekt wurde im Rahmen der Fachtagung ‚Stadt, Land, Biene‘ unterzeichnet.

Veränderungen auch für die Bürger erfahrbar machen

Neben diesem Leuchtturmprojekt, wurden bereits eine Vielzahl von kleineren und größeren Projekten in Charlottenburg-Wilmersdorf durchgeführt – und es sollen noch weitere folgen.
„Die Flächen wurden so ausgewählt, dass die Veränderungen auch für die Bürger erleb- und erfahrbar sein werden, und dadurch hoffentlich auch zur Nachahmung auf privaten Flächen anregt“, sagt der Umwelt-Stadtrat. Gemeinsam mit engagierten Lehrern will der Bezirk die Umgestaltung von Schulgärten voranbringen. Neben der Steigerung der Biodiversität vor Ort spielt vor allem die nachhaltige Bildung der Schüler eine wichtige Rolle.