Aktuelles / Montag, 20.11.2017

Volksbank legt Grundstein an der Bundesallee

Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender Berliner Volksbank, Carsten Jung, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Berliner Volksbank, Regierender Bürgermeister Michael Müller, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Stephan Schwarz, Aufsichtsratsvorsitzender Berliner Volksbank, Michael Tockweiler, CEO SSN Group, und Bertram Vandreike, Geschäftsführer von KSV Architekten, bezeugen die Versenkung der Plombe durch Hochtief-Polier Heiko Hentschel. Foto: Charles Yunck

Die Berliner Volksbank hat die Grundsteinlegung ihrer neuen Geschäftshäuser im Quartier Bundesallee gefeiert. Ein Bau mit Symbolcharakter für die City West.

Von Matthias Vogel

Der Gebäuderiegel an der Ecke Bundesallee und Nachodstraße ist mehr als die neue Hauptstadt-Repräsentanz der Volksbank. Sie wird dem südlichen Portal zur City West einen völlig neuen Anstrich geben, wird eine zeitgemäße Zufahrt symbolisieren. Die drei Gebäudeteile, die als L-förmige Blockrandbebauung die Wohnhäuser im Inneren des Quartiers – 73 Wohnungen werden entstehen – vor dem Straßenlärm abschirmen, sind wuchtig. Auf zehn Etagen stehen den Mitarbeitern des Kreditinstituts fast 15.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung – läuft alles nach Plan ab dem vierten Quartal 2019.

Zertifiziert ökologische Bauweise

Bis 2015 stand auf dem 7500 Quadratmeter großen Areal das Jobcenter. Die Schweizer Aktiengesellschaft SSN Group kaufte und überplante das Grundstück und veräußerte das „L“ bereits Ende 2016 an die Volksbank. Im Kaufpreis mitunter enthalten: die LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) Zertifizierung in Gold. Das amerikanische, international anerkannte Zertifizierungssystem bewertet die Entwicklung und Planung ökologisch extrem leistungsstarker Gebäude. Dabei wird größtmöglicher Wert darauf gelegt, dass die technischen Anlagen für einen möglichst langen Zeitraum im geplanten Effizienzbereich betrieben werden können. Für die erforderlichen Kriterien hat der Bauträger, in diesem Fall die SSN Group zu sorgen.

Seit etwa sechs Wochen werden fleißig die Fundamente für das gesamte Quartier gegossen. Für die Architektur des gesamten Quartiers zeichnet das Architekturbüro Krüger Schuberth Vandreike (KSV) verantwortlich. KSV-Chef Bertram Vandreike erläuterte bei der Grundsteinlegung die Besonderheiten: „Das Ensemble von drei neuen Geschäftshäusern in dieser Höhe re-urbanisiert diesen Standort an einer überdimensionierten Verkehrsschneise. Drei individuelle Architekturen besetzen die vormalige Brache. Im grünen und ruhigen Quartiersinnern entsteht Platz für zeitgemäßes Wohnen als Übergang zu den traditionellen Wohnquartieren am Prager Platz.“

 Michael Müller: „Belebung für einen exponierten Standort.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) freute sich inmitten der ausgehobenen Senke über die größere Sichtbarkeit der Berliner Volksbank in der City West: „Sie ist ein wichtiger Akteur der Stadtgesellschaft und trägt mit diesem Projekt dazu bei, diesen exponierten Standort neu zu beleben.“ Auch Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) betonte die Bedeutung der Berliner Volksbank für die Stadt: „Mit mehr als 171.000 Genossenschaftsmitgliedern gehört sie zu den großen Traditionsunternehmen. Es freut mich daher sehr, dass die Standortwahl auf unseren Bezirk fiel.“ Für die Bank war es wichtig, verkehrsgünstig in der City West vertreten zu sein. „Entscheidend war aber auch unser konkreter Bedarf nach nachhaltig nutzbaren, zukunftsfähigen Büroflächen“, sagte Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts.

So wird sich das Straßenbild an der Bundesallee Ende 2019 präsentieren. Animation: SSN Group

Bis in den März hinein werden noch Fundamente gegossen. Dort wo vor eineinhalb Monaten der erste Beton floss, haben bereits die Hochbauarbeiten begonnen. Die Tiefgarage und die Rampe hinab zu den Stellplätzen sind schon zu erkennen. Mit dem Baufortschritt ist Stefan Kaden, Bereichsleiter der SSN Group, die 100 Millionen Euro in das Quartier Bundesallee steckt, hoch zufrieden: „Es läuft rund.“