Aktuelles / Montag, 12.02.2018

Acht Verletzte bei Schlägerei
am Bahnhof Zoo

Eine Massenschlägerei mit zum Teil schwer Verletzten ruft Polizei und Rettungskräfte in der Nacht zu Montag auf den Hardenbergplatz. Foto: Thomas Peise

Zwei Männergruppen gingen nach einem Raub aufeinander los. Mindesten acht iranischen und irakischen Männer wurden bei der Schlägerei verletzt.

Von Alexander Dinger

Am Bahnhof Zoo ist es in der Nacht zu Sonntag zu einer größeren Schlägerei zwischen zwei Männer-Gruppen gekommen. Dabei wurden acht Männer verletzt, zwei davon schwer. Nach ersten Erkenntnissen soll ein Raub der Auslöser für die Schlägerei gewesen sein.

Mindestens zehn Personen beteiligt

Laut Polizei waren mindestens zehn Personen an der Auseinandersetzung am Hardenbergplatz beteiligt. Die beiden Gruppen gerieten demnach gegen 1.35 Uhr nach einer Raubtat in Streit. Kurz darauf schlugen sich alle Beteiligten, setzten Pfefferspray ein und fügten sich Schnittverletzungen mit zerschlagenen Flaschen zu. Die Schlägerei startete am Hardenbergplatz und zog sich nach ersten Erkenntnissen bis in die Hardenbergstraße.
Als Dutzende Polizisten und Rettungssanitäter vor Ort eintrafen, bot sich den Einsatzkräften ein chaotisches Bild. Acht Verletzte mussten vor Ort behandelt werden, von denen sechs Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren in Krankenhäuser zur weiteren Behandlung gebracht wurden.

Schnittverletzungen und Brüche

Zwei der Verletzten im Alter von 28 und 38 Jahren mussten operiert werden. Sie erlitten Schnittverletzungen, einer zudem einen komplizierten offenen Handbruch. Bilder und Videos aus der Nacht zeigen zahlreiche Rettungswagen und Polizeiautos mit Blaulicht, die auf der Hardenbergstraße stehen. Obwohl viele Beteiligte der Schlägerei flüchteten, konnte die Polizei noch in der Nacht drei Männer im Alter von 17, 19 und 30 vorläufig festnehmen.

Mehrere Personen wurden festgenommen, nachdem sich die beiden Gruppen mit abgeschlagenen Flaschen attackiert haben sollen. Foto: Thomas Peise

Ein Tatverdächtiger wurde wieder laufen gelassen, zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 30 und 19 Jahren wurden an ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 überstellt. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war die Befragung der beiden Verdächtigen zum Tatgeschehen noch nicht beendet.
Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll es sich bei den Gruppen um iranische und irakische Staatsangehörige gehandelt haben. So ist etwa der schwer verletzte 28-Jährige mit dem offenen Bruch iranischer Staatsbürger. Weitere Einzelheiten zu Tatverdächtigen und Geschädigten sind noch nicht bekannt. Zeugen sollen ausgesagt haben, dass beide Gruppen gleichermaßen aufeinander einschlugen und -stachen, was eine Unterteilung in Opfer und Geschädigte für die Polizei schwierig machen dürfte.

 

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